Hafen Duisburg
Der Hafen von Duisburg ist der wohl größte Binnenhafen weltweit. Der "Duisport" ist gleichzeitig eine der wichtigsten touristischen Attraktionen der Stadt. Obwohl am Rhein gelegen besitzt der Hafen von Duisburg den Status eines Seehafens, da hier Seeschiffe abgefertigt werden können, die gleichzeitig flussgängig sind und Seehäfen in Europa, Afrika und im vorderen Orient anlaufen. Ein Teil des Hafens ist als Freihafen deklariert. Das Zentrum des Hafens befindet sich in dem Bereich wo die Ruhr in den Rhein mündet. Dieser Bereich des Hafens wurde bereits in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts betrieben. In der heutigen Zeit werden im Duisburger Hafen jährlich über 40 000 000 Tonnen Güter aller Art umgeschlagen, wobei in einem Jahr mehr als 20 000 Schiffe abgefertigt werden. Die Hafenanlagen durchziehen mehrere Stadtteile von Duisburg, von welchen vor allem Duisburg-Homburg, Duisburg-Meiderich, Duisburg-Mitte, Duisburg-Rheinhausen und als Mittelpunkt Duisburg-Ruhrort zu nennen wären. Die Hafenanlagen dehnen sich auf einer Flächen von mehr als 10 Quadratkilometern aus.
Es existieren zur Zeit 21 öffentliche Hafenbecken mit einer Wasserfläche von mehr als 180 Hektar. Die Länge der Ufer beträgt in etwa 40 Kilometer, von denen 15 Kilometer Umschlagufer sind und über Gleisanschlüsse verfügen. In den Nordseehäfen Amsterdam, Rotterdam, Emden, Hamburg und Antwerpen werden Güter aus aller Welt von den Seeschiffen, die nicht den Rhein passieren können auf Binnenschiffe, die rheingängig sind, umgeladen. Andere etwas kleinere Seeschiffe können den Rhein bis Duisburg passieren, wie eingangs bereits angemerkt. Deren Ladung kann direkt in Duisburg gelöscht werden.
Mit der Krise der Stahl- und Eisenindustrie in den 80 er Jahren des vergangenen Jahrhunderts änderte sich das Spektrum der im Duisburger Hafen umgeschlagenen Güter. Es wurde deutlich weniger Schüttgut umgeschlagen. Im Gegenzug wurde die Verschiffung von Containern in alle Welt immer wichtiger. Der Hafen entwickelt sich zusehends zu einer der wichtigsten internationalen Drehscheiben für Logistik. Ähnlich wie in den großen deutschen Seehäfen Hamburg oder Rostock interessieren sich immer mehr Touristen für das Geschehen in den Hafenanlagen. Es werden daher Hafenrundfahrten angeboten, deren Ausgangspunkt das Steiger Schwanentor in der Duisburger Innenstadt ist.
